Nur den offenen Zeitraum messen
Maximum Adverse Excursion bezeichnet die ungünstigste Abweichung vom Einstieg, Maximum Favorable Excursion die günstigste. Definiere beide hier als nicht negative Beträge. Für einen Long zählt das Tief zur MAE und das Hoch zur MFE; für einen Short kehrt sich das um.
Ein Hoch nach dem Ausstieg gehört nicht zur MFE dieses Trades. Wenn der Import nur Ein- und Ausstieg enthält, lässt sich der Zwischenverlauf daraus nicht rekonstruieren. Schreibe fehlend statt null.
Ein vollständig definierter Beispieltrade
Ein fiktiver ES-Long mit einem Kontrakt startet bei 5.000. Während er offen ist, werden 4.998,50 und 5.004 erreicht; der Ausstieg liegt bei 5.002. Bei 50 USD je Punkt ergibt das 75 USD MAE, 200 USD MFE und 100 USD realisierten Bruttogewinn.
Auflösung und Ausführbarkeit prüfen
Ein Kerzenhoch ist nicht automatisch ein für deine Menge ausführbarer Verkaufspreis. Große Kerzen können Bewegungen vor dem Einstieg oder nach dem Ausstieg enthalten. Nutze passende Zeitauflösung und dokumentiere, ob Bid, Ask oder letzter Trade die Berechnungsbasis bildet.
Keine perfekte Ausstiegsregel nachträglich erfinden
Im Beispiel wurden 100 / 200 = 50 % der angezeigten MFE vor Kosten realisiert. Daraus folgt nicht, dass der beste Punkt vorher erkennbar war. Untersuche wiederkehrende Muster über mehrere vergleichbare Trades und prüfe neue Regeln an späteren Daten.
| Messgröße | Punkte | USD |
|---|---|---|
| MAE | 1,50 | 75 |
| MFE | 4,00 | 200 |
| Realisiert | 2,00 | 100 |
Quellen und Grundlagen
Die Quellen erläutern Grundlagen oder Angaben des jeweiligen Anbieters. Rechenbeispiele sind eigene, fiktive Fälle. Aktuelle Kontraktdaten vor einer Verwendung prüfen.