Bestand und Veränderung unterscheiden
Ein Orderbuchstand von 400 Kontrakten ist eine Momentaufnahme. Eine Heatmap ergänzt die zeitliche Entwicklung. Mehr sichtbares Volumen an einem Niveau kann neue Orders enthalten; weniger Volumen kann aus Ausführungen oder Stornierungen stammen.
Die Veränderung rechnerisch abstimmen
Ein fiktives Niveau beginnt mit 400 Kontrakten. Danach kommen 150 hinzu, 80 werden ausgeführt und 170 entfernt. Der neue sichtbare Bestand ist 400 + 150 − 80 − 170 = 300. Aus den beiden Endständen allein wäre die Zusammensetzung nicht erkennbar.
Das Beispiel ist bewusst vereinfacht. Reale Aufzeichnungen können nur eine begrenzte Markttiefe abdecken oder Updates zusammenfassen. Halte fest, welche Details dein Datenfeed tatsächlich liefert.
Aus einer Stornierung keine Absicht ableiten
Die Entfernung einer Order zeigt nicht zuverlässig, wer sie eingestellt hat oder warum sie zurückgezogen wurde. Aus einem einzelnen verschwindenden Band lässt sich keine Manipulationsabsicht belegen. Nutze eine neutrale Beschreibung der beobachteten Änderungen.
Den Kontakt mit dem Preis dokumentieren
Vergleiche den Bestand vor der Annäherung, während des Kontakts und danach. Ergänze Ausführungsvolumen, Spread und Uhrzeit. So kannst du später prüfen, ob dein Eindruck von Liquidität auch durch die damalige Aufzeichnung gedeckt war.
| Ereignis | Kontrakte |
|---|---|
| Anfang | 400 |
| Hinzugefügt | +150 |
| Ausgeführt | −80 |
| Entfernt | −170 |
| Ende | 300 |
Quellen und Grundlagen
Die Quellen erläutern Grundlagen oder Angaben des jeweiligen Anbieters. Rechenbeispiele sind eigene, fiktive Fälle. Aktuelle Kontraktdaten vor einer Verwendung prüfen.